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Die zündende Idee zu unserem aktuellsten abgeschlossenen Projekt Goodie Bite bekamen wir ursprünglich durch ein anderes Projekt- nämlich Spende Dein Pfand. Auch Spende Dein Pfand war bereits abgeschlossen, als wir es nochmals evaluierten und feststellen mussten, dass es seinen eigentlichen Zweck stark verfehlte. Pascal, der Mensch mit Behinderung, welcher durch das wöchentliche Ausleeren unserer Tonnen voll gespendeter Pfandflaschen Kontakte knüpfen und besser ins soziale Leben integriert werden sollte, blieb bei seiner Tätigkeit weitestgehend isoliert. Ähnliches wollten wir in zukünftigen Projekten vermeiden und tüftelten an einer neuen, verbesserten Projektidee: Dem jetzigen Goodie Bite, bei dem wir Jugendliche und Menschen mit Behinderung durch das gemeinsame Aufbereiten von Brötchen zusammenbringen wollten. Bei der Suche nach einer geeigneten Schule stießen wir auf die Irena-Sendler-Schule in Hamburg-Wellingsbüttel, die sofort bereit war zu kooperieren. Während wir das Projekt entwickelten und ausbauten wurde uns jedoch bewusst, dass hier die Hilfsbedürftigen eher die Schüler und Lehrer waren, als die Menschen mit Behinderung. Besagte Schule hat zurzeit nämlich keine Cafeteria, weshalb die Schüler und Lehrer sich bis vor Kurzem in der Mittagspause zum Erwerb eines warmen Snacks zu Fuß zum benachbarten Saseler Markt aufmachen mussten.Wir setzten uns also erfolgreich für eine Kooperation zwischen der Irena-Sendler-Schule und den Hamburger Elbwerkstätten ein, und brachten anschließend das Projekt Goodie Bite ins Rollen. Dieses sieht konkret so aus, dass fünf durch uns im Vorfeld (zum Beispiel in Form eines Zeitmanagementworkshop) vorbereitete Schüler zusammen mit Kalle und Mark von den Elbwerkstätten Sandwiches in der Schule aufbereiten und ebendort verkaufen. Die benötigten Zutaten werden im Vorfeld gemeinsam besprochen, die Preise kalkuliert und dann von den Menschen mit Behinderung eingekauft. Die Aufbereitung der Brote geschieht gemeinsam, während der Verkauf momentan noch den Schülern überlassen bleibt. Das Projekt läuft mittlerweile erfolgreich von selbst, wobei die Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen, unternehmerisch zu arbeiten, sich zu organisieren und sozial mit anderen Menschen umzugehen. Für Kalle und Mark bedeutet die Tätigkeit in der Schule eine abwechslungsreiche und interessante neue Aufgabe, mehr Kontakt mit der Außenwelt und einen überdurchschnittlich hohen Stundenlohn. Die Schüler erhalten zudem ein wertvolles Teilnahmezitat, ausgestellt von den Elbwerkstätten, das ihnen bei zukünftigen Bewerbungen zu Gute kommen soll. Langfristiges Ziel dieser von uns aufgebauten Kooperation ist die Bewirtschaftung der fertiggestellten Cafeteria durch die Elbwerkstätten in drei Jahren, was gesicherte Arbeitsplätze für die vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossenen Menschen mit Behinderung bedeuten soll.

Kontakt:

Ansprechpartnerin: Andrea Kawalkowski